Ältere Semester auf Stellensuche: Ein Ding der Unmöglichkeit?

Wenn sich ältere Arbeitnehmende auf dem Arbeitsmarkt aufhalten, dann nicht nur aufgrund wirtschaftlicher oder struktureller Massnahmen, sondern auch, weil sie nach einer sinnstiftenderen Arbeit Ausschau halten oder noch einmal etwas Anderes anpacken wollen.

Die Jobsuche für erfahrene Berufsleute kann sich sehr anspruchsvoll gestalten. Für die Suche einer geeigneten Stelle ist ein erster wichtiger Schritt das Schaffen einer guten Ausgangslage:

Die richtige Einstellung zählt

Derjenige überzeugt, dem es gelingt, eine positive Grundhaltung einzunehmen und eine zuversichtliche Energie auszustrahlen.

Beziehungsnetze nutzen und gegebenenfalls aktivieren

Die Strategie mit den höchsten Erfolgsaussichten für ältere Bewerbende ist und bleibt der Weg über geschäftliche sowie persönliche Kontakte und Netzwerke.

Technische Unterstützung suchen

Viele ältere Stellensuchende sind mit den heutigen Bewerbungsmodi wenig vertraut. Technisch versiertere Bekannte können da helfen.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Aufbereitung der Bewerbungsunterlagen:

Fachwissen und Berufserfahrungen gezielt in den Vordergrund rücken

Reife Bewerbende sollten jene Jobs und Erfahrungen bewusst in den Vordergrund stellen, die sie für die gewünschte Stelle qualifizieren und diese ganz konkret auf den Punkt bringen.

Auf altersspezifische Persönlichkeitskompetenzen hinweisen

Das Unternehme kann bei Mitarbeitenden mit fortgeschrittenem Alter auf eine hohe Arbeitsmoral, Arbeitsdisziplin und Loyalität zählen. Dies hat beim Arbeitgeber positive Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit, die Zielerreichung und letztlich auf die Arbeitsmoral im gesamten Team.

Telefonischer Erstkontakt als Aufhänger für den Begleitbrief

Ein telefonischer Erstkontakt bei der zuständigen Fachperson hinterlässt nicht nur einen ersten persönlichen Eindruck, sondern der Bewerbende kann im Begleitbrief auch daran anknüpfen.

Arbeit auf Probe: Weitere Anreize für den potenziellen Arbeitgeber

Vorurteile lassen sich am besten durch den Gegenbeweis abbauen. So können vom Stellensuchenden angebotene Probearbeitstage oder ein vorerst befristeter Arbeitseinsatz durchaus Sinn machen.

Flexibilität bei der Gehaltsfrage

Es ist durchaus eine Überlegung wert, in der schriftlichen Bewerbung auf eine gewisse finanzielle Flexibilität hinzuweisen und beim Vorstellungsgespräch zu argumentieren, dass die Entlohnung nach üblicher Praxis anhand eines Mix aus Leistung und Erfahrung und nicht nach Alter geschehen soll.

Ob die Bewerbungsaktivitäten zum Erfolg führen, hängt in starkem Mass von der Wahl der Strategien und Suchwegen ab. Nicht schönzureden ist der Umstand, dass es bei älteren Stellensuchenden deutlich länger geht, bis sie eine neue Anstellung gefunden haben. Trotzdem: Die Stellensuche für ältere Semester ist kein Ding der Unmöglichkeit.

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